Montag, 20. Juni 2016

Was ist nur mit dem DFB-Team los?

Die EM läuft bereits schon seit über einer Woche und man stellt sich immer noch die Frage: 

Ist die Deutsche Nationalmannschaft derzeit überhaupt gut genug um die Europameisterschaft zu gewinnen? 

Dass diese Frage nicht ganz unbegründet ist, zeigte sich nach den ersten beiden Spielen gegen die Ukraine und Polen, in denen die eigentliche Qualität der Mannschaft an allen Ecken und Kanten fehlte.

Dies prangerte selbst Jerome Boateng nach den beiden Gruppenspielen an, als er zunächst im Anschluss an das erste Gruppenspiel gegen die Ukraine die defensive Mitarbeit der Offensivspieler kritisierte („Das Problem geht vorne los“) und diese aufforderte, die Defensive zukünftig besser zu unterstützen. Im Spiel gegen Polen sah man in diesem Punkt anschließend eine deutliche Verbesserung. Doch dafür entstand ein neues Problem, die Offensive. 
Zwar standen 16 Torschüsse zu Buche, dass diese Statistik allerdings mehr als trügerisch ist, zeigte die Aussage Thomas Müllers “Mich ärgert weniger, dass ich bisher noch kein EM-Tor geschossen habe, sondern ich habe mehr daran zu knabbern, dass ich eigentlich auch noch keine richtigen Chancen hatte“. Jerome Boateng hingegen sah das Problem der fehlenden Durchschlagskraft ein wenig schlimmer und ließ schon einmal die Alarmglocken läuten „Wir spielen bis zum letzten Drittel gut, dann kommen wir nicht am Gegner vorbei und sind nicht gefährlich. Das muss sich verbessern, sonst kommen wir nicht weit“, womit aber immer noch nicht genug Salz in der Wunde war. Das wusste der polnische Trainer aber zu ändern. Dieser äußerte sich nach dem Spiel wie folgt: „Wir hatten die Kontrolle über das, was auf dem Feld geschah. Deutschland übernahm zwar zeitweise die Initiative, aber nur weil wir ihnen den Raum gewährt haben“. 

Liegt dieser mit seiner Aussage tatsächlich richtig, so muss die Deutsche Nationalmannschaft aufpassen, dass sich Jerome Boatengs' Worte nicht manifestieren.

Um dieses Szenario zu verhindern, ist unbedingt ein klarer und sicherer Sieg gegen Nordirland von Nöten. Derselben Meinung sind auch viele Experten, die bereits die These aufstellten, dass das Spiel gegen Nordirland den Knoten im deutschen Spiel unbedingt zum Platzen bringen muss.
Zur Erinnerung, so war es auch bereits bei Turnieren, die die Deutsche Nationalmannschaft zuvor bereits gewinnen konnte. Jüngstes Beispiel: Die Weltmeisterschaft 2014. Hier hatte man damals Glück, nach einer verkorksten Leistung im Achtelfinale gegen Algerien ins Viertelfinale eingezogen zu sein, in dem man mit einer konzentrierten Leistung anschließend Frankreich bezwang. Doch dieses Beispiel ist nur eines von vielen in der langen Geschichte der Deutschen Nationalmannschaft.


Dementsprechend lässt sich sagen: Platzt der Knoten gegen Nordirland, ist der Gewinn der Europameisterschaft mehr als möglich! Ja, sogar wahrscheinlich!  
 
                                           
                                                               



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