Die EM läuft bereits schon seit über
einer Woche und man stellt sich immer noch die Frage:
Ist die
Deutsche Nationalmannschaft derzeit überhaupt gut genug um die
Europameisterschaft zu gewinnen?
Dass diese Frage nicht ganz
unbegründet ist, zeigte sich nach den ersten beiden Spielen gegen
die Ukraine und Polen, in denen die eigentliche Qualität der
Mannschaft an allen Ecken und Kanten fehlte.
Dies prangerte selbst Jerome Boateng
nach den beiden Gruppenspielen an, als er zunächst im Anschluss an
das erste Gruppenspiel gegen die Ukraine die defensive Mitarbeit der
Offensivspieler kritisierte („Das Problem geht vorne los“) und
diese aufforderte, die Defensive zukünftig besser zu unterstützen.
Im Spiel gegen Polen sah man in diesem Punkt anschließend eine
deutliche Verbesserung. Doch dafür entstand ein neues Problem, die
Offensive.
Zwar standen 16 Torschüsse zu Buche, dass diese Statistik
allerdings mehr als trügerisch ist, zeigte die Aussage Thomas
Müllers “Mich ärgert weniger, dass ich bisher noch kein EM-Tor
geschossen habe, sondern ich habe mehr daran zu knabbern, dass ich
eigentlich auch noch keine richtigen Chancen hatte“. Jerome Boateng
hingegen sah das Problem der fehlenden Durchschlagskraft ein wenig
schlimmer und ließ schon einmal die Alarmglocken läuten „Wir
spielen bis zum letzten Drittel gut, dann kommen wir nicht am Gegner
vorbei und sind nicht gefährlich. Das muss sich verbessern, sonst
kommen wir nicht weit“, womit aber immer noch nicht genug Salz in
der Wunde war. Das wusste der polnische Trainer aber zu ändern.
Dieser äußerte sich nach dem Spiel wie folgt: „Wir hatten die
Kontrolle über das, was auf dem Feld geschah. Deutschland übernahm
zwar zeitweise die Initiative, aber nur weil wir ihnen den Raum
gewährt haben“.
Liegt dieser mit seiner Aussage tatsächlich
richtig, so muss die Deutsche Nationalmannschaft aufpassen, dass sich
Jerome Boatengs' Worte nicht manifestieren.
Um dieses Szenario zu verhindern, ist
unbedingt ein klarer und sicherer Sieg gegen Nordirland von Nöten.
Derselben Meinung sind auch viele Experten, die bereits die These
aufstellten, dass das Spiel gegen Nordirland den Knoten im deutschen
Spiel unbedingt zum Platzen bringen muss.
Zur Erinnerung, so war es auch bereits
bei Turnieren, die die Deutsche Nationalmannschaft zuvor bereits
gewinnen konnte. Jüngstes Beispiel: Die Weltmeisterschaft 2014. Hier
hatte man damals Glück, nach einer verkorksten Leistung im
Achtelfinale gegen Algerien ins Viertelfinale eingezogen zu sein, in
dem man mit einer konzentrierten Leistung anschließend Frankreich
bezwang. Doch dieses Beispiel ist nur eines von vielen in der langen
Geschichte der Deutschen Nationalmannschaft.
Dementsprechend lässt sich sagen:
Platzt der Knoten gegen Nordirland, ist der Gewinn der
Europameisterschaft mehr als möglich! Ja, sogar wahrscheinlich!
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